Hellmuth Heye

deutscher Vizeadmiral a.D. und Politiker; CDU; Wehrbeauftragter des Bundestages 1961-1964; MdB 1953-1961

* 9. August 1895 Beckingen/Saar

† 10. November 1970 Mittelheim

Wirken

Hellmuth Guido Heye wurde am 9. Aug. 1895 in Beckingen/Saar als Sohn des einstigen Chefs der Heeresleitung, Generaloberst Wilhelm Heye (gest. 11. 3. 1947), geboren. Er besuchte humanistische Gymnasien in Glogau, Metz und Berlin. Nach dem Abitur (1914) wurde H. Secoffizier und war bei Ende des ersten Weltkriegs Kommandant eines Schulschiffs.

In der Reichsmarine war H. im Admiralstab (Seekriegsgeschichtliche Abteilung), dem Reichswehrministerium und als Torpedoboots-Halbflottillen- und Flottillenchef tätig. Von 1934-1939 gehörte H. der Operationsabteilung des Oberkommandos der Kriegsmarine (OKM) an und wurde im April 1939 Kommandant des schweren Kreuzers "Admiral Hipper", den er auch während des Norwegenfeldzuges befehligte.

Von Sept. 1940 bis April 1944 wirkte H. als Chef des Stabes beim Befehlshaber Sicherung West, beim Marinegruppenkommando Süd und Marinegruppenkommando Nord (Ritterkreuz des EK 1941). Im Aug. 1944 wurde H. zum Vizeadmiral befördert und zum Admiral der Kleinkampfverbände ernannt. Als solcher hatte H. neue Kampfmethoden (Einmanntorpedos, Kampfschwimmer usw.) zu entwickeln und den Einsatz dieser Einzelkämpfer zu leiten (z.B. Sprengung der Brücke von Nymwegen).

Bei Kriegsende geriet H. in britische Gefangenschaft und wurde Ende 1946 entlassen. H. betätigte sich daraufhin ...